7. Juli 2026

Was kostet eine WordPress-Website?

Eine professionelle WordPress-Website kostet 2026 meistens zwischen 5.000 und 80.000 Euro, je nach Umfang, Strategie, Design, Technik, Inhalt, Migration und laufendem Betrieb. Kleine Unternehmensseiten liegen oft im unteren fuenfstelligen Bereich. Relaunches mit individuellem Design, SEO-Migration und mehreren Templates bewegen sich haeufig zwischen 20.000 und 60.000 Euro. Komplexe Plattformen, Portale oder WooCommerce-Shops koennen deutlich darueber liegen.

Der wichtigste Punkt: Es gibt keinen „WordPress-Preis“. WordPress selbst ist open source. Bezahlt werden Konzeption, UX, Design, Entwicklung, Inhalte, Hosting, Lizenzen, Qualitaetssicherung und Wartung.

Typische Preisrahmen

Projekt Realistischer Rahmen Typischer Umfang
Kleine Website 5.000 bis 12.000 Euro 5 bis 10 Seiten, angepasstes Theme, Basis-SEO, Kontaktformular
Individuelle Unternehmenswebsite 12.000 bis 35.000 Euro UX, individuelles Design, mehrere Templates, Gutenberg-Bloecke, Tracking, Schulung
Relaunch mit SEO-Migration 20.000 bis 60.000 Euro Content-Audit, Redirects, neue Informationsarchitektur, QA, Performance-Optimierung
WooCommerce-Shop 20.000 bis 100.000+ Euro Produktdaten, Checkout, Payment, Versand, Rechtstexte, Schnittstellen, Performance
Individuelle Plattform 50.000 bis 150.000+ Euro Custom Workflows, Rollenrechte, API-Integrationen, Portalfunktionen, laufende Entwicklung

Diese Spannen sind Orientierungswerte fuer den deutschsprachigen Agenturmarkt. Konkrete Angebote koennen je nach Agenturmodell, Senioritaet, Scope und Mitwirkung des Auftraggebers stark abweichen.

Warum WordPress selbst nicht der Kostentreiber ist

WordPress ist freie Open-Source-Software. Die Kosten entstehen darum nicht durch eine CMS-Lizenz, sondern durch die Umsetzung. Das ist ein Vorteil, weil kein Anbieter dauerhaft die Plattformgebuehr diktiert. Gleichzeitig bedeutet es: Qualitaet haengt stark von Planung, Entwicklung und Wartung ab.

Fuer einen professionellen Betrieb sollten Hosting, PHP-/Datenbank-Versionen, SSL, Backups, Updates, Monitoring und Sicherheit ernst genommen werden. WordPress.org empfiehlt fuer moderne Installationen unter anderem PHP 8.3 oder hoeher, MariaDB 10.6+ oder MySQL 8.0+ und HTTPS.

Die groessten Kostenfaktoren

Strategie und Konzeption

Eine Website, die Leads generieren oder komplexe Inhalte erklaeren soll, braucht mehr als ein Layout. Zielgruppen, Nutzerpfade, Seitenstruktur, Conversion-Ziele und SEO-Potenziale muessen geklaert werden. Diese Phase spart spaeter oft Geld, weil weniger falsch gebaut wird.

Design und UX

Ein individuelles Designsystem kostet mehr als ein fertiges Template, macht die Website aber eigenstaendiger und skalierbarer. Wichtig ist nicht nur die Optik, sondern wie gut Nutzer Inhalte finden, Vertrauen aufbauen und Kontakt aufnehmen koennen.

Entwicklung

Der technische Aufwand steigt mit individuellen Templates, Gutenberg-Bloecken, Custom Post Types, Mehrsprachigkeit, Formularlogik, Schnittstellen, Suche, Performance-Anforderungen und Rollenrechten. Saubere Entwicklung kostet mehr als schnelle Plugin-Kombinationen, reduziert aber spaetere Risiken.

Content und Migration

Texte, Bilder, SEO-Titles, Meta Descriptions, Redirects und alte URLs werden haeufig unterschaetzt. Bei Relaunches ist die Migration oft ein eigener Teil des Projekts. Ohne saubere Redirects und Content-Priorisierung koennen Rankings verloren gehen.

Qualitaetssicherung

Tests fuer Browser, Mobile, Formulare, Tracking, Ladezeiten, Barrierefreiheit und SEO brauchen Zeit. Diese Arbeit ist unsichtbar, aber entscheidend fuer einen stabilen Launch.

Laufende Kosten nach dem Launch

Eine WordPress-Website ist nach dem Launch kein abgeschlossenes Objekt. Updates, Sicherheitspruefungen und Weiterentwicklung sollten eingeplant werden.

Kostenart Typischer Rahmen
Hosting 20 bis 300+ Euro pro Monat, je nach Traffic und Anforderungen
Premium-Plugins und Lizenzen 100 bis 2.000+ Euro pro Jahr
Wartung und Updates 100 bis 1.000+ Euro pro Monat
Weiterentwicklung nach Aufwand oder Retainer
SEO und Content optional, oft monatlich geplant

Bei WooCommerce kommen Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, Produktdatenpflege, Rechtstexte, E-Mail-Systeme und moegliche Erweiterungen hinzu.

Festpreis oder Aufwand?

Ein Festpreis ist sinnvoll, wenn Scope, Seitenumfang und Funktionen klar definiert sind. Bei unklaren Anforderungen fuehrt ein Festpreis oft zu Puffer, engen Grenzen oder spaeteren Nachtraegen. Ein Aufwand- oder Sprintmodell passt besser, wenn waehrend des Projekts noch viel gelernt und entschieden wird.

Pragmatisch ist oft ein hybrider Ansatz: Konzeption als eigener bezahlter Schritt, danach ein konkreteres Umsetzungsangebot.

So vergleichen Sie Angebote fair

Vergleichen Sie nicht nur die Endsumme. Pruefen Sie, ob die Angebote dieselben Leistungen enthalten:

  • Strategie und Projektmanagement
  • UX, Wireframes und Designsystem
  • Anzahl Seitentemplates und Inhaltsbloecke
  • Responsives Verhalten
  • SEO-Grundlagen und Migration
  • Performance-Optimierung
  • DSGVO-relevante Tools und Cookie-Setup
  • Content-Einpflege und Schulung
  • QA, Launch-Begleitung und Support
  • Wartung nach dem Launch

Ein scheinbar guenstiges Angebot kann teuer werden, wenn wichtige Leistungen fehlen. Ein hoeheres Angebot kann fair sein, wenn Strategie, Migration und QA sauber enthalten sind.

Wie Sie Budget sparen, ohne Qualitaet zu verlieren

  • Starten Sie mit klaren Zielen und priorisierten Muss-Funktionen.
  • Reduzieren Sie die Zahl individueller Seitentypen.
  • Liefern Sie Inhalte strukturiert und entscheidungsreif.
  • Nutzen Sie bewusste Standardloesungen dort, wo Individualitaet keinen Mehrwert schafft.
  • Planen Sie einen MVP und verschieben Sie Nice-to-have-Funktionen.
  • Beauftragen Sie Wartung frueh, statt spaeter Schaeden zu beheben.

Fazit

Eine WordPress-Website kostet so viel wie die Probleme, die sie loesen soll. Fuer eine einfache Praesenz reicht ein schlankes Setup. Fuer Wachstum, SEO, Redaktionsprozesse und individuelle Funktionen braucht es eine professionelle Agenturleistung.

Wenn Sie Angebote einholen moechten, starten Sie mit einer realistischen Kurzbeschreibung Ihres Projekts. Im WordPress-Agentur-Verzeichnis finden Sie passende Anbieter fuer unterschiedliche Budgets und Projekttypen.